Antrag stellen

Worauf kommt es bei einem Antrag auf Förderung an? Welche Fristen und Kriterien sind zu beachten? Hier erhalten Sie wichtige Hinweise wie zum Beispiel Besonderheiten der Länder, Kontakte und Kriterien des Auswahlverfahrens.

Für die Antragstellung gelten die grundsätzlich die Richtlinien vom 23.10.2019. Für die Antragstellung der Antragsrunde 2021 gelten gesonderte Fristen. Anträge können ab dem 01.04.2021 über das BOP-Portal: http://www.bop-portal.de gestellt werden. Neuantragssteller können sich auf der Startseite des Portals registrieren. Bereits registrierte Zuwendungsempfänger melden sich mit Ihrem Aktenzeichen oder Ihrer Registrierungsnummer und dem Passwort an.

Alle Anträge auf Förderung müssen über das BOP-Portal gestellt, rechtsverbindlich unterschrieben und beim BIBB postalisch eingereicht werden (es gilt das Datum des Poststempels).

Die Antragstellung für die Antragsrunde 2021 (Förderzeitraum 01.01.2022 bis 31.08.2023) ist zwischen dem 01.04.2021 und dem 31.05.2021 möglich.

Aufgrund von Vereinbarungen zwischen dem Bund und einzelnen Bundesländer gibt es Besonderheiten für die Antragstellung mit Schul-Kooperationen aus folgenden Bundesländern:

Nordrhein-Westfalen

Seit dem Schuljahr 2014/2015 sind alle 53 Kommunen in Nordrhein-Westfalen in das Gesamtsystem Übergang Schule-Beruf des Landes Nordrhein-Westfalen eingebunden. Damit können keine Anträge eines Antragstellers, der mit Schulen in Nordrhein-Westfalen kooperieren möchte, über das BIBB gefördert werden. Weitere Informationen erhalten Sie hier: http://www.keinabschlussohneanschluss.nrw.de

Hamburg

Anträge von Antragstellern, die mit Schulen in Hamburg kooperieren möchten, können ab der Antragsrunde 2015 nicht mehr über das BIBB gefördert werden. Interessenten können sich an folgende Stelle wenden: berufsorientierungsprogramm-hh@hibb.hamburg.de

Hessen

Das Antragsverfahren in Hessen wurde ab der Antragsrunde 2016 umgestellt. Der Bedarf an Maßnahmen in Hessen wird von einer Koordinierungsstelle erhoben. Eine Antragstellung ist vom 01.07.2021 bis 31.08.2021 möglich. Es gilt das Datum des Poststempels. Ein Antrag gilt als fristgerecht eingereicht, wenn er den Poststempel spätestens 01.09 2021 aufweist.

Mit dem Antrag ist ein Letter of intent der regionalen Olov-Steuerungsgruppe einzureichen. Informationen zur Antragstellung sind hier eingestellt: https://www.olov-hessen.de/olov-strategie/bop-in-hessen.html. Organisatorische Fragen richten Sie bitte an „BOP in Hessen“ beim Institut für berufliche Bildung, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik – INBAS GmbH – zuständig. Kontaktdaten:

INBAS GmbH, Herrnstr. 53, 63065 Offenbach. Ansprechpartner: Michael Kendzia, Tel.: 069-27224-825, E-Mail: michael.kendzia@inbas.com .

Die Potenzialanalyse wird wie bisher über Kompo7 durchgeführt und kann vom BIBB nicht gefördert werden. Bei Förderschulen, die noch nicht geschult wurden findet hierzu noch eine Klärung zwischen Bund und Land statt.

Baden-Württemberg

Die Potenzialanalyse wird flächendeckend durch Profil AC abgedeckt und kann beim BIBB nicht beantragt werden.
Potenzialanalysen und Werkstatttage für Gymnasien können nicht beantragt werden. Berufsorientierungsmaßnahmen für Gymnasien ab 2021 im Rahmen eines Sonderprogramms ProBeruf/Gym des Landes ist derzeit Gegenstand von Verhandlungen einer Bildungsketten-Vereinbarung zwischen dem Bund, der BA und dem Land Baden-Württemberg.

Thüringen

In Thüringen werden Berufsorientierungsmaßnahmen über ein Landesprogramm durchgeführt. Anträge von Antragsteller, die mit Schulen in Thüringen kooperieren möchten, können über das BIBB nicht gefördert werden. Kontaktdaten: Handwerkskammer Südthüringen, BTZ Rohr-Kloster, Kloster 1, 98530 Rohr, Ansprechpartnerin: Frau Petra Bürger, Tel.: 036844/47305

Niedersachsen

Das Antragsverfahren in Niedersachsen wurde ab der Antragsrunde 2017 umgestellt. Anträge von Antragstellern, die mit Schulen in Niedersachsen kooperieren möchten, können vom 01.06.2021 bis 01.09.2021 gestellt werden. Es gilt das Datum des Poststempels.

Der Durchführungszeitraum ist auf das Kalenderjahr/Haushaltsjahr 2022 begrenzt. D. h. es können nur Maßnahmen beantragt werden, die in der Zeit vom 01.01.2022 bis 31.12.2022. durchgeführt und vollständig abgeschlossen werden.

Brandenburg

Ab der Antragsrunde 2016 können Anträge von Antragstellern, die mit Schulen aus dem Land Brandenburg kooperieren möchten, über das BIBB nicht mehr gefördert werden und damit auch nicht über das BIBB gestellt werden. Aufgrund einer Vereinbarung mit dem Land zur Initiative Bildungsketten greift ab Schuljahr 2017/18 ein landeseigenes Verfahren zur Umsetzung der Potenzialanalysen sowie der Werkstatttage. Weitere Informationen erhalten Sie über das Brandenburgische Ministerium für Bildung, Jugend und Sport. Kontakt: Referat 33 / Rainer Stock / Email: rainer.stock@mbjs.brandenburg.de / Telefon 0331 / 866 3838

Bremen

Ab der Antragsrunde 2017 können Antragsteller, die mit Schulen im Bundesland Bremen zusammenarbeiten, nicht mehr über das BIBB gefördert werden. Berufsorientierungsmaßnahmen werden über ein Landesprogramm bereitgestellt.

Rheinland-Pfalz

Regionalspezifischer Unterstützungsbedarf:
Seit der Antragsrunde 2018 kann für die Durchführung von Werkstatttagen mit Schüler/innen von kooperierenden Schulen, für die ein besonderer Unterstützungsbedarf besteht, ein Zuschlag gewährt werden. Die Feststellung, ob ein Unterstützungsbedarf der Schule besteht, trifft die Steuerungsgruppe BOP-RLP. Die Schule muss hierzu den Bedarf bei der Steuerungsgruppe BOP-RLP anmelden. Das BIBB erhält von der Steuerungsgruppe nach Prüfung die Information über die Schulen mit Unterstützungsbedarf. Der Zuschlag wird bei der Bewilligung des BOP-Antrages berücksichtigt. Eine Beantragung des Zuschlags im Rahmen des BOP-Antrags ist nicht notwendig bzw. nicht möglich.

Kontakt Steuergruppe BOP-RLP:

Lothar Schmidt, Abteilung 3 Schulen -Stabsstelle Berufs- und Studienorientierung- AUFSICHTS- UND DIENSTLEISTUNGSDIREKTION, Kurfürstliches Palais, Willy-Brandt-Platz 3, 54290 Trier, Telefon 0651 9494-196, Telefax 0651 9494-77196, lothar.schmidt@add.rlp.de, www.add.rlp.de.

Christiane Schönauer-Gragg, MINISTERIUM FÜR BILDUNG, Mittlere Bleiche 61, 55116 Mainz, Telefon +49 (6131) 16 – 4090, Fax +49 (6131) 16 – 174090, christiane.schoenauer-gragg@bm.rlp.de, www.bm.rlp.de.

Profil-AC-Schulen: In einer Übergangsregelung konnten sich für Profil-AC zertifizierte Lehrkräfte bei der Durchführung der Potenzialanalysen durch für Profil-AC zertifizierte Kräfte des BOP-Maßnahmeträgers bzw. dessen Kooperationspartner unterstützen lassen. Dazu konnten für 60% der durchzuführenden Potenzialanalysen Mittel beantragt werden (Bezugsgröße: Anzahl der pro Schule gemeldeten BOP-Teilnehmer/innen gesamt). In den Absichtserklärungen oder Kooperationsvereinbarungen mussten die insgesamt (100%) durchzuführenden Potenzialanalysen angegeben werden.

Sachsen

Ab der Antragsrunde 2018 können Anträge von Antragstellern, die mit Schulen in Sachsen kooperieren möchten, über das BIBB nicht mehr gestellt werden. Aufgrund einer Vereinbarung mit dem Land zur Initiative Bildungsketten greift ab Schuljahr 2019/2020 ein landeseigenes Verfahren zur Umsetzung der Potenzialanalyse und der Werkstatttage. Weitere Informationen erhalten Sie im Informationsblatt zum Berufsorientierungsprogramm des Freistaates Sachsen (BOP SN) unter https://www.bildung.sachsen.de/5495.htm.

Mecklenburg-Vorpommern 

Anträge von Antragstellern, die mit Schulen im Bundesland Mecklenburg-Vorpommern kooperieren möchten, können ab der Antragsrunde 2021 nicht mehr über das BIBB gefördert werden, weil Berufsorientierungsmaßnahmen im Rahmen einer Bund-Land-Vereinbarung über ein Landesprogramm bereitgestellt werden. Weitere Informationen: Bildungsketten: Mecklenburg-Vorpommern

Sachsen-Anhalt

Anträge von Antragstellern, die mit Schulen im Bundesland Sachsen-Anhalt kooperieren möchten, können ab der Antragsrunde 2021 nicht mehr über das BIBB gefördert werden, weil Berufsorientierungsmaßnahmen im Rahmen einer Bund-Land-Vereinbarung über ein Landesprogramm bereitgestellt werden. Weitere Informationen:  Bildungsketten: Sachsen-Anhalt

Auswahlverfahren

Alle eingegangenen Anträge werden einem einheitlichen und transparenten Auswahlverfahren entsprechend der Richtlinie vom 23. Oktober 2019 unterzogen. Fristgerecht vorgelegte Anträge werden zunächst auf ihre formale Förderfähigkeit überprüft. Bestandteile dieser Prüfung sind:

  • Fristgerechter Eingang des Antrags bis zum 31.05.2021 über das Portal und auf dem Postweg. Es gilt das Datum des Poststempels. Die Papierversion des Antrags muss rechtsverbindlich durch eine nachweislich dazu befugte Person unterschrieben sein.
  • Vollständigkeit des Antrags. Beizufügende Unterlagen sind im Antragsformular und im Leitfaden zur Antragstellung aufgeführt. Wichtig: Aktuelle Absichtserklärungen (letter of intent) oder Kooperationsvereinbarungen von allen beteiligten Schulen, d. h. von allen im Antrag aufgeführten Schulen bzw. von der zuständigen obersten Landesbehörde benannten Stelle unter Angabe der voraussichtlichen Schülerzahlen je Schule für den Förderzeitraum 01.01.2022 – 31.08.2023 sowie gegebenenfalls Kooperationsvereinbarungen mit weiteren beteiligten Partnern.
  • Erfüllung der Mindeststandards/Zuwendungsvoraussetzungen nach den Nummer 2 bis 4 der Richtlinie.

Es erfolgt eine regionale Verteilung der Mittel auf die Bundesländer bezogen auf die Zahl der Schulabgänger/-innen ohne Hauptschulabschluss in den Ländern. Unter den förderfähigen Anträgen aus den einzelnen Ländern wird anhand folgender Kriterien eine Rangfolge erstellt:

Die Begutachtung der Qualität des Antrags erfolgt anhand folgender Kriterien, die im Bewertungsformular näher erläutert werden:

  • Eignung des Trägers
  • Regionale Einpassung, Unterstützung durch Land oder regionale Gebietskörperschaften, Gestaltung der Kooperation mit weiteren Akteuren der Berufsorientierung
  • Schlüssiges Gesamtkonzept im Hinblick auf die Ziele des Programms
  • Gestaltung der Kooperation mit den Schulen und Eltern
  • Nachhaltigkeit
  • Ausgestaltung der Potenzialanalyse
  • Ausgestaltung der Werkstatttage
  • Gruppengröße bei den Werkstatttagen
  • Qualifikation des Personals

Die maximale Gesamtpunktzahl beträgt 42 Punkte. Für jedes Kriterium sind im Bewertungsformular Indikatoren definiert, die zur Beurteilung des Kriteriums herangezogen werden. Jeder dieser Indikatoren kann entweder mit 0 Punkten (trifft nicht oder kaum zu), 1 Punkt (trifft weitgehend zu) oder 2 Punkten (trifft voll zu) bewertet werden. Anhand der erreichten Gesamtpunktzahl wird eine Rangfolge der Anträge für jedes Bundesland erstellt, in denen mehr förderfähige Anträge eingehen als Mittel zur Verfügung stehen. Die Auswahl der Projekte erfolgt entsprechend der Rangfolge.

Anträge, die keine Potenzialanalyse umfassen, weil die Potenzialanalyse von anderer Seite – also außerhalb des BOP – durchgeführt wird, erhalten bei der Bewertung der „Ausgestaltung der Potenzialanalyse“ den Durchschnittswert aller Bewertungen zu diesem Punkt, mindestens jedoch 1,5 Punkte. In diesen Fällen ist es besonders wichtig, dass im Gesamtkonzept beschrieben wird, wie geplant ist, die Ergebnisse der Potenzialanalyse in den weiteren Verlauf der BO-Maßnahme einzubeziehen. Dies gilt auch für Anträge aus den Ländern, in denen die Potenzialanalyse flächendeckend von anderer Seite abgedeckt wird.

Die Antragsteller werden zeitnah über das Ergebnis des Auswahlverfahrens informiert.